Folge 6: Klinische Krisenintervention implementieren – Wie Krankenhäuser psychosoziale Strukturen aufbauen

Shownotes

Folge 6: Implementierung von psychosozialen Versorgungsstrukturen in Kliniken

Wie können Krankenhäuser psychosoziale Unterstützungsstrukturen aufbauen, die im Klinikalltag tatsächlich funktionieren – und langfristig bestehen bleiben? In dieser Folge von care4you.team sprechen Georg und Martin mit Dr. Teresa Deffner über die Implementierung klinischer Krisenintervention (KKI) und die Frage, was Krankenhäuser brauchen, damit psychosoziale Unterstützung nicht vom Engagement Einzelner abhängig bleibt. Teresa verbindet dabei unterschiedliche Perspektiven: Als Diplom-Reha-Psychologin, Mitglied des DIVI-Präsidiums und Referentin in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit beschäftigt sie sich mit psychosozialer Versorgung sowohl aus fachlicher als auch aus struktureller Perspektive. Gemeinsam sprechen wir darüber, in welchen Situationen klinische Krisenintervention besonders relevant wird und warum belastende Ereignisse nicht nur Patient und Angehörige, sondern auch Mitarbeitende in Pflege, Medizin und anderen Berufsgruppen betreffen. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der konkreten Umsetzung: Wo fängt eine Klinik an, die KKI etablieren möchte? Welche Verantwortlichkeiten müssen geklärt werden? Braucht es eine zentrale KKI-Verantwortung? Und wie lässt sich verhindern, dass psychosoziale Unterstützung lediglich als zusätzliches Projekt neben dem ohnehin anspruchsvollen Klinikalltag läuft? Außerdem geht es um die Faktoren, an denen Implementierung in der Praxis häufig hängt: Führung, Haltung, Klinikkultur, Qualifikation, Schulung und Supervision. Wir diskutieren, wie Mitarbeitende erreicht werden können und was es braucht, damit Unterstützungsangebote tatsächlich angenommen werden. Und natürlich stellen wir auch die Frage, die angesichts knapper personeller und finanzieller Ressourcen schnell aufkommt: Was bringt das einer Klinik eigentlich? Welche Argumente können Klinikleitungen überzeugen? Kann der Nutzen psychosozialer Strukturen anhand von Fehlzeiten, Fluktuation, Mitarbeitendenbindung oder anderen Kennzahlen sichtbar werden? Und welche Möglichkeiten haben kleinere Häuser mit begrenzten Ressourcen?

In dieser Folge geht es unter anderem um:

  • Klinische Krisenintervention (KKI) und ihre Bedeutung im Krankenhaus
  • psychosoziale Unterstützung für Patient, Angehörige und Mitarbeitende
  • strukturelle Voraussetzungen für nachhaltige KKI-Angebote
  • klare Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb einer Klinik
  • Führung, Haltung und Kultur als Erfolgsfaktoren
  • Schulung, Qualifikation und Supervision
  • Akzeptanz psychosozialer Unterstützungsangebote
  • Finanzierung und Argumente gegenüber Klinikleitungen
  • mögliche Kennzahlen und wirtschaftliche Effekte
  • pragmatische Lösungen für kleinere Krankenhäuser
  • konkrete erste Schritte für die Implementierung

Mythos oder Fakt?
 „Psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus ist ein Extra – aber kein Grundpfeiler der Versorgung.“ Auch dieser Aussage gehen wir in der Folge auf den Grund.

**Gast: **Dr. Teresa Deffner
Diplom-Reha-Psychologin · DIVI-Präsidium · Referentin in der Senatsverwaltung für Gesundheit Berlin

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Literatur: https://www.divi.de/index.php?option=com_edocman&view=document&layout=viewpdf&id=205&documenturl=6c790768f49bd9ef58815818a2fbf0a9.pdf&Itemid=0

https://www.divi.de/sektionen/perspektive-resilienz?view=article&id=519&catid=10

https://www.divi.de/die-divi/praesidium

https://www.bibliomed-pflege.de/pi/artikel/51197-wie-pflegepersonen-handeln-hat-eine-enorme-bedeutung

Das Outro wurde mit einer KI-generierten Stimme erstellt.

Transkript anzeigen

00:00:14: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Care for You.

00:00:17: Schön, dass du wieder mit dabei bist!

00:00:20: Punkt Team Georg.

00:00:22: zurück aus der Sommerpause, careforyou.team heißen wir doch.

00:00:26: Du hast vollkommen recht Marti?

00:00:27: Ja schön, dass ihr alle da seid.

00:00:29: Schön das du da bist Georg und wir sind nicht alleine.

00:00:34: Heute sprechen wir über ein Thema, das im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewinnt wie können Krankenhäuser psychosoziale Strukturen aufbauen und vor allem nachhaltig in ihren Alltag integrieren.

00:00:45: Und wir sind froh um einen Gast Martin, oder?

00:00:47: Zu früher Stunde.

00:00:48: Ja, vor allem weil das Thema ja wirklich... Also das muss man erst mal verdauen am Sonntag früh!

00:00:55: Tereser Deffner ist Mitarbeiter, du bist Diplom-Rehabpsychologin und noch viel mehr.

00:01:01: Du sagst nachher noch ein bisschen was zu dir netterweise und bringst eine für uns sehr spannende Perspektive mit einem.

00:01:06: Du verbindest psychologische Expertise deine Arbeit in der DV, was das ausgesprochen heißt da braucht man auch ein bisschen Vorlauf und deine Tätigkeit als Referentin in der Berliner Senatsverwaltung Gesundheit.

00:01:20: Erst mal willkommen im Podcast, liebe Theresa und erzähle uns doch gerne noch ein bisschen was zu dir!

00:01:25: Ja super ganz herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:28: ich glaube Team ist auch bei mir das richtige Stichwort.

00:01:31: Im Team habe ich jahrelang gearbeitet auf der Intensivstation als Psychologin Und ich glaub man kann sich so gar nicht richtig vorstellen für Leute die nicht im Krankenhaus arbeiten Mein team hat so knapp zwei bis dreihundert Personen umfasst also großes Team im Kranken Haus Und auch in der Die wie die deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

00:01:50: Ich habe das schon länger geübt, ist es natürlich ein großes Team was zusammenarbeitet.

00:01:55: einerseits repräsentiert die Fachgesellschaft eigentlich alle Bereiche also Disziplinen und auch Professionen die in der Intensif Medizin zusammenarbeiten und auch da geht's natürlich nur um Teamarbeit Teamarbeit weiter.

00:02:11: Und meine aktuelle Position ist jetzt sozusagen ein Stück von der Praxis entfernt.

00:02:17: als Referentin in der Senatsverwaltung, also im Gesundheitsministerium des Landes Berlin bin ich jetzt mehr mit einem bisschen Außenblick auf die Intensivmedizin teilweise und auch auf andere Bereiche das Gesundheitssystem befasst.

00:02:30: Ja spannend!

00:02:31: In der DV-Präsidium bist du die Vertreterin der Gesundheitsfachberufe?

00:02:35: Das ist richtig

00:02:35: oder?!

00:02:36: Genau, das mache ich aktuell gemeinsam mit einem sehr patenten Kollegen aus dem Bereich der Pflegefachpersonen.

00:02:43: Und dieses Amt habe ich jetzt noch bis Ende des Jahres inne.

00:02:47: Zum Glück Martin!

00:02:49: Sehen wir doch jetzt hier online im Podcast wenn du im Präsidium steckst, Theresa?

00:02:54: Theresa, wir haben so ein paar Signature-Elemente in unserem Podcast und ein Signature Element ist wiederholt sich quasi immer für unsere Zuhörenden.

00:03:02: Das ist der Check-in und zwar da gibt es so eine kurze Einstiegsfrage, wie geht's dir gerade so?

00:03:07: Sonntag früh.

00:03:07: wir nehmen früh auf das heißt früh um zehn oder fünf in die Glocken haben geläutet bei der Vorbereitung.

00:03:13: aber Theresa bevor wir fachlich ein bisschen einsteigen drei Worte.

00:03:15: Wie geht es dir gerade?

00:03:16: was denkst du?

00:03:18: Ja also vielen Dank.

00:03:19: eigentlich eine Frage die von mir als Psychologin kommen würde Aber ich nehme es gerne mal so hin dass sie heute von euch kommt.

00:03:24: Ich fühle mich frisch und ausgeruht Und freue mich eigentlich über mein Herzens Thema sprechen zu können.

00:03:29: Das klingt doch super Prima, vielen Dank Theresa.

00:03:32: Ja Georg die Runde machen wir schon vollständig oder?

00:03:35: Das heißt auch wenn es dir schwerfällt drei Worte über.

00:03:38: wie geht's dir im Moment?

00:03:40: Es fällt mir nicht schwer.

00:03:41: Sonntagmorgen bin ich so ein bisschen immer genug gedämpft aber uns gehts gut.

00:03:45: Ich habe mich hier in unsere Ferienwohnung verzogen das kann ich sagen dass ihr sich so ein bissel ruhig habt.

00:03:49: die Fenster sind zu und eigentlich geht es mir gut.

00:03:52: bin gut drauf Martin.

00:03:53: Wie geht´s dir?

00:03:55: Ja, auch gut.

00:03:57: Erholt frisch und gespannt würde ich sagen.

00:04:02: Dann starten wir schon in den Hauptteil.

00:04:03: uns erwarten heute ca.

00:04:04: thirty-fünfvierzig Minuten Podcast.

00:04:07: das ist unser Plan Und wir schauen jetzt im Punkt zwei so ein bisschen drauf.

00:04:11: klinische Krisenintervention um.

00:04:12: das geht es ja heute.

00:04:14: warum brauchen wir sie überhaupt?

00:04:18: Ja, da geht es auch ganz viel über das Thema wie implementiert man Krisenintervention in einer Klinik.

00:04:25: Aber bevor wir darüber sprechen was verstehen wird eigentlich genau unter klinischer Krisen-Intervention?

00:04:31: Theresa, was würdest du sagen?

00:04:33: Was würde man erklären wenn man das jemandem erklärt der vielleicht noch gar nicht viel davon gehört hat?

00:04:41: Also wenn man es jemanden wirklich erklärt, der damit gar nichts zu tun hat dann würde ich wahrscheinlich anfangen.

00:04:46: erstmal mit einem Beispiel.

00:04:47: Wenn man ein unverhofftes Ereignis hatte was mit schweren gesundheitlichen Folgen zu tun?

00:04:52: halt ganz praktisch Unfall Hirnblut und Schlaganfall hat auch jeder schon mal gehört.

00:04:57: darauf kann man sich in der Regel nicht vorbereiten.

00:04:58: Dann wird man im Krankenhaus toll versorgt ärztlich pflegarisch.

00:05:03: das ist ein super Standard in Deutschland da kann sich auch jeder drauf verlassen.

00:05:06: uns beginnt ja nicht im Krankenhaus sondern schon im Rettungsdienst Notärztlichen Dienst, die einen dort hinbringen und schon da das Bestmögliche tun.

00:05:15: Und was aber bei dieser ganzen Versorgung ein bisschen manchmal auf der Strecke bleibt, ist der seelische Aspekt des Ganzen.

00:05:22: Es wirft einen natürlich körperlich aus der Bahn – das ist ganz klar!

00:05:25: Das betrifft vor allem die Patienten und Patienten und die Angehörigen, die das aber häufig ganz hautnah miterleben entweder weil sie zum Beispiel dabei waren oder weil sie dann spätestens im Krankenhaus dazukommen.

00:05:35: Die erleben das ja auch alles selisch ganz haut nah mit.

00:05:39: In dieser Situation gilt es eben oft dass jemand da ist und sich in der Situation begleitet durch ersten Stunden.

00:05:46: Und vielleicht bei dieser Umschreibung würde ich es doch einfach belassen, weil alles andere macht's doch sehr viel komplizierter und das drückt eigentlich aus was Krisenintervention tut.

00:05:57: und wir unterscheiden deswegen habt ihr den Begriff genannt klinische Krisen-Intervention in Deutschland immer noch sehr zwischen den Sektoren Also dem, was sich außerhalb des Krankenhauses abspielt und dem, das sich innerhalb des Krankenhauses abspielt.

00:06:10: Außerhalb von Krankenhäusern ist es ganz normal, dass man zum Beispiel zu solchen Situationen wie ich sie genannt habe oder auch zur Kindernotfällen Unterstützung dazu ruft.

00:06:17: für die Angehörigen – meistens ist es für die angehörige Und in Krankenhäuser ist es leider alles andere als normal und deswegen beschäftigen wir uns mit der klinischen Krisenintervention.

00:06:28: Ist irgendwie völlig crazy, oder?

00:06:29: Dass es so ist.

00:06:30: Aber so ist es halt.

00:06:32: Martin und ich wie ja die Podcastruhe und dann wissen und du auch Theresa Wir sind ja also als Koordinatoren zuständig von so einem klinischen Kriseninterventionsteam.

00:06:41: Du warst lange im Setting hast du schon gesagt in Jena Hast du das aufgebaut oder ist richtig das klinische Krisen-Interventionsteams?

00:06:50: Und wir wissen auch, dass wir aus unserer Arbeit bei der DIWI – ich glaube, wir hatten uns im Jahr zum ersten Mal in einem Rahmen getroffen, das wir im Grunde Lust haben, das Thema nach vorne zu bringen und die Wichtigkeit des Themas noch mal darzustellen.

00:07:06: Jetzt hast du das ganz gut beschrieben.

00:07:07: für mich aber gibt es irgendwie wo liegen so Situationen im Krankenhaus, wo du sagst, in denen klinische Krisenintervention besonders relevant wird?

00:07:17: Also sowohl Erfahrungsbasiert als auch basiert auf den Publikationen, die es dazu schon gibt weiß man dass die klinische Akut und Notfallmedizin sozusagen so ein Ort ist wo besonders häufig diese Ereignisse auftreten.

00:07:29: Die mit Lebensbedrohung einhergehen für die Patientinnen und Patienten und dementsprechend vor allen Dingen nicht nur diese sondern auch die Angehörigen ganz intensiv davon betroffen sind.

00:07:40: Dann gibt es aber auch noch Bereiche, wo das auch auftreten kann.

00:07:44: Aber natürlich zum Glück nicht in der Häufigkeit.

00:07:46: Das ist z.B.

00:07:47: der Kreissaal, die Neonatologie.

00:07:50: und dann gibt es noch Bereichen im gesamten Krankenhaus, wo unter dem Stichwort vielleicht lebenslimitierende Diagnosen es auch Personen total unverhofft treffen können, dass sich ihr Leben von einem Moment auf den anderen ändert.

00:08:04: Und es gibt auch Bereiche ... Die sind sozusagen fast tagtäglich mit ihm... Thema sterben und tot befasst.

00:08:10: Nichtsdestotrotz gibt es auch dort noch Herausforderungen, die so ein bisschen außergewöhnlich sein können.

00:08:16: also auch spezialisierte Palliativeinheiten beispielsweise können durchaus Krisensituationen haben, die außerhalb ihres regulären Spektrum stattfinden.

00:08:28: Was denkst du denn?

00:08:28: Gibt's den Hilf des grundsätzlich jedem Patientangehörigen oder eben auch Mitarbeitenden?

00:08:34: oder gibts da eben so spezielle

00:08:37: Ja,

00:08:38: Eigenschaften oder eben auch spezielle Situationen wo jetzt Menschen besonders von so Strukturen profitieren können.

00:08:47: Also erstmal bin ich sehr, sehr vorsichtig zu sagen wie was hilft und deswegen würde ich ganz klar sagen auf keinem Fall hilft das jedem in jeder Situation.

00:08:56: Es ist sehr unterschiedlich was Menschen in akuten Krisensituationen brauchen.

00:09:00: Das wisst ihr als Experten genauso gut wie ich und vor allen Dingen aufgrund der jahrelangen Erfahrungen wird man ja immer bescheidender dabei ist sich irgendwelche Kochrezepte zu überlegen sondern man muss es halt wirklich sehr von den Bedürfnissen der menschenabhängig machen.

00:09:14: Was aber allen allgemein das erleben in Krisensituationen?

00:09:18: eine Überforderung der akuten Handlungsfähigkeit und genauso sagen die wiederherstellungen, die bestmögliche Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit.

00:09:28: Das ist eben etwas wo sehr viele Leute davon in der Situation profitieren.

00:09:32: um ein Beispiel zu nennen wenn Kinder versterben weil ich habe vorhin auch den Bereich der pediatrischen intensiven Medizin explizit vergessen zu nenne deswegen möchte es jetzt hier nochmal nachholen Dann ist es eine Situation, auf die sich Eltern nicht vorbereiten können.

00:09:46: In der Regel sei denn ein langer Krankheitsprozess vorausgegangen.

00:09:50: Und in dieser Situation liegt trotzdem so viel Wichtiges, wenn wir zum Beispiel an die Verabschiedung denken.

00:09:57: Unter dem Stichwort Handlungsfähigkeit ist es eben hier auch wichtig, dass Eltern, die beispielsweise sehr erstarrt sind und sich vielleicht nicht trauen, sich von dem sterbenden oder verstorbenen Kind zu verabschieben.

00:10:07: Dass sie z.B.

00:10:08: im Rahmen einer Krisenbegleitung, die ja nie nur wir alleine machen als psychosoziale Fachkräfte sondern auch ganz zentral die Ärztinnen- ärzt- und Pflegefachperson der Station das Eltern da ermutigt und ermächtigt werden, sich beispielsweise so zu verabschieden von ihrem Kind wie sie es möchten.

00:10:26: Und allein dafür braucht es manchmal einfach eine hilfreiche Begleitung damit das was Eltern wichtig ist Sie überhaupt denken können Sie überhaupt entscheiden können und die dementsprechende Unterstützung für sich selber suchen können.

00:10:39: Das ist vielleicht so ganz pragmatisch zusammengefasst wann es notwendig ist.

00:10:44: Es gibt aber auch immer wieder Situationen wo Menschen auf Trotz dieser ganz großen Not, in der sie sich befinden.

00:10:50: Die Begleitung einfach ablehnen und das ist ganz selbstverständlich zeigt eure Arbeitserfahrung ja genauso zu respektieren.

00:10:57: Selbst wenn dann beispielsweise Verabschiedungs-Situationen nicht so sind wie man Sie sich vielleicht für die sterbende Person oder auch für die Angehörigen gewünscht hätte.

00:11:09: Jetzt waren wir sehr vielen Dank Herr Reser, war mal sehr gerade auf dem Fokus an und Zugehörige von Patienten und Patienten.

00:11:14: Patient ist nochmal eine eine Zielgruppe selber, aber wenn wir auf die Mitarbeitenden schauen.

00:11:19: Wir unterscheiden ja zumindest in der Szene intern zwischen klinischer Krisenintervention und psychosozialer Unterstützung.

00:11:26: Und wenn wir mal so ein bisschen auf die Kollegen und Kollegen schauen welche Auswirkungen haben denn?

00:11:31: was würdest du sagen mit deiner Erfahrung jetzt?

00:11:33: Haben belastende Ereignisse auf Kolleginnen und Kollegen aus Medizin um Pflege, therapeutische Berufe, gesunder Zwachberufe und was passiert, wenn diese Belastungen eben nicht aufgefangen werden?

00:11:45: Erst mal ist mir ganz wichtig zu unterscheiden, dass was wir jetzt gerade besprochen haben.

00:11:50: Was Angehörige oder auch Patientinnen und Patienten als ganz außergewöhnlich und häufig schwerwiegendes Ereignis erleben, ist das ganz reguläre Arbeitsumfeld von Ärztinnen, Ärzten- und Pflegefachpersonen.

00:12:02: Deswegen ist mir immer ganz wichtig es zu trennen.

00:12:03: also die erleben nicht alle was potenziell traumatisieren das was ist sowieso schon eine schwierige Begrifflichkeit finde, sondern das Arbeitsumfeld ist natürlich nicht etwas was potentiell und immer belastend ist.

00:12:17: Ganz besonders klar ist aber dass die Ereignisse, die auch wenig erwartbar sind im Arbeitsumfeld, die mit einer hohen Dramatik beispielsweise einhergehen, die eine Identifikationspotenzial zum Beispiel haben aufgrund von Ähnlichkeit zur persönlichen Lebenssituation oder sogar auf Grund von Bekanntheit der betreffenden Personen, die man als Patient behandeln muss ebenso auch wie, dass es nicht so ins Muster passt.

00:12:42: Deswegen sind ja diese pediatrischen Notfälle für den Erwachsenenbereich also die Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachperson aus dem Erwachsenden Bereich häufig aufbelastender.

00:12:51: Dieses Konklo-Marat mit einigen, sagen wir auch noch mal vielleicht biografischen Besonderheiten von Personal kann natürlich zu einer außerordentlichen Belastung führen.

00:13:00: Parallel dazu haben wir aber sozusagen die Grundbelastungen, den Berufen auch inherent ist und wir haben auch eine Kumulation teilweise von Belastungen.

00:13:08: wenn ich zehn Nachtdienste hatte dann kann ich wahrscheinlich den Notfall im Kreiseil mit einem versterbenden Kind irgendwie schlechter kopen als ich das könnte wenn ich jetzt sozusagen in der Mitte meiner Kraft stünde.

00:13:18: Zusammengefasst heißt es, dieses Personal braucht auf jeden Fall die Verfügbarkeit dieser Struktur.

00:13:23: Und denn das ist völlig egal wie oft so ein Ereignis passiert.

00:13:26: Denn wenn es passiert Beispiel Suizid eines Patienten im Krankenhaus dann muss die Struktur dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr verfügbar sein.

00:13:35: Ich finde die Frage gar nicht so wichtig sozusagen wie viel Prozent des Personals das braucht sondern diese Struktur muss aufgrund dessen dass diese Eregnisse passieren verfügba sein.

00:13:45: Ja super, spannend Theresa.

00:13:47: Wow!

00:13:48: Also ich höre raus das ist eine Belastung ein sehr individuelles Thema einfach

00:13:53: auch.

00:13:53: aber gibt es denn aus deiner

00:13:55: Sicht auch einen Punkt an dem aus so einer individuellen

00:13:58: Belastungen

00:13:58: vielleicht auch immer mehr System Krankenhaus muss man ja größer denken.

00:14:02: auch

00:14:03: also wenn aus einer individuelle Belastungs

00:14:05: vielleicht auch so ein strukturelles Problem für ein Krankenhaus für eine Klinik wird.

00:14:10: Ja, das gibt es aus unterschiedlichen Gründen und ein Großteil der Gründe.

00:14:15: Die sind gar nicht unser Thema heute.

00:14:18: also wenn wir jetzt über diesen Bereich beispielsweise wie Personalausstattung, Multimorbidität von Patienten, ökonomischer Druck... Also das sind alles Belastungen über die wir ja heute nicht sprechen haben.

00:14:29: Das ist natürlich ein systemisches Problem.

00:14:32: Gleichzeitig hängt damit auch zusammen Krisenhäufigkeit in Krankenhäusern, vor allen Dingen der Maximalversorgung und auch von Universitätsklinika.

00:14:42: Die ist auf jeden Fall immens hoch und sie wird nicht geringer werden in den nächsten Jahren.

00:14:47: Und deswegen hängt das mit dem Punkt über den wir heute sprechen definitiv zusammen.

00:14:52: Das heißt, Krankenhaus ist ein Krisenort und deswegen muss man sich um die psychosoziale Unterstützung für das Personal und auch um Krisenbegleitung für Patientinnen, Patienten und Angehörige immer kümmern!

00:15:04: Jetzt kommen wir zum zweiten Teil von der Empfehlung zur Umsetzung nach unserem Intro.

00:15:09: Die Divi hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, wie man solche Strukturen in Krankenhäusern und Kliniken implementieren kann – also wie gelingt die Implementierung klinischer Krisenintervention?

00:15:21: Was würdest du denn sagen?

00:15:22: Covid war sicher auch noch mal so ein So ein Zeitraum, wo vieles noch mal auf die Waagschale gelegt wurde.

00:15:29: Was war denn dann nochmal der Anlass für dieses Papier?

00:15:31: Dieses Empfehlungspapier von der DIWI und welches Problem sollte es eigentlich lösen?

00:15:37: Damals kam ja die Gruppe so zusammen oder?

00:15:40: Aber ein bisschen später ist das Papier rausgekommen.

00:15:43: Was würdest du sagen?

00:15:45: Warum braucht's überhaupt Empfehmungen?

00:15:47: Das wäre vielleicht vorausgelagert.

00:15:49: Liest die überhaupt jemand?

00:15:51: Und was war denn der Anlass für das Papiere?

00:15:55: Ja, viele Fragen auf einmal.

00:15:57: Sorry!

00:15:58: kein Problem.

00:16:00: Ob jemand Empfehlungen liest oder nicht, das würde ich sozusagen davon abhäckig machen ob Personen für sich einen Handlungsdruck wahrnehmen.

00:16:07: also ich denke die Personen die in Krankenhäusern tätig sind und wahrnehmen müsst hier ist ein Problem.

00:16:13: Ich habe die dritte Kinderreanimation innerhalb von vier Wochen.

00:16:18: Das kann nicht sein dass ich immer rum telefonieren muss bis ich irgendjemanden erreiche der mir die Eltern begleitet.

00:16:23: aus sowas kann er so einen Handlungstruck Resultieren.

00:16:27: Die würden dann sowas wahrscheinlich lesen.

00:16:29: Das sind allerdings nicht die Entscheider, da kommen wir ja vielleicht später noch drauf.

00:16:35: Dass Papier selber und auch die ganze Aktivität in der Fachgesellschaft die resultiert... glücklicherweise muss ich sagen nicht aus der Pandemie, sondern das ist unabhängig davon entstanden.

00:16:46: Wir sind ja alle Personen und auch hier in dem Podcast ist es sicherlich so die einfach die Erfahrung gemacht haben dass so ein Thema einem Krankenhaus geregelt sein muss.

00:16:54: und ich finde ganz wichtig als allerersten Blick Man denkt nicht nur an seine eigene Abteilung, sonst würde man ja sozusagen nur von mir aus Notaufnahme oder auch an die Intensivstation denken.

00:17:07: Sondern der allererste Blick ist über den eigenen Tellerrand hinaus und festzustellen hier gibt es offensichtlich ein systematisches Problem im Krankenhaus.

00:17:16: Das nimmt vielleicht noch mal zu dem vorherigen Bezug was Martin gefragt hat und sich darüber Gedanken zu machen, wie kann das in einem Krankenhaus geregelt werden?

00:17:25: Und unser Anliegen war es, dass nicht jeder dieses Rat neu erfinden muss.

00:17:29: Weil es ja unheimlich mühselig ist, sondern dass wir so eine gewisse Grundstruktur zur Verfügung stellen, woran man auf jeden Fall denken muss wenn man etwas wie ein klinisches Kriseninterventionsteam an dem Krankenhaus implementieren möchte und vor allen auch welche Fehler man vielleicht vermeiden kann.

00:17:46: Ja und strukturelle Voraussetzung glaube ich wäre sonst Stichwort oder Welche denkst du denn braucht es dazu, damit vor allem klinische Krisenintervention nicht nur von einzelnen Menschen abhängt?

00:17:59: Im Prinzip, und das muss ich auch zu meiner Situation in jener sagen.

00:18:02: Ich habe das ja nicht alleine mir ausgedacht.

00:18:04: Das finde ich super wichtig also dass sowas am besten im Team funktioniert.

00:18:08: Also ganz am Anfang steht wirklich, dass man sich die wichtigen Stakeholder im Themenbereich sucht.

00:18:14: Das können Personen sein wie beispielsweise die Klinikseelsorge, die glaube ich auch den Zuhörenden an Krankenhäusern, die jetzt keine Universitätskliniker sind, die ja häufig vielleicht so ein bisschen als realitätsfremd bezeichnet werden mit den Versorgungsstrukturen, die sie so haben.

00:18:27: aber Kliniksäelsorge gibt es eigentlich überall.

00:18:30: Die sind zum Beispiel wichtige Unterstützer, dann gibt's auch überall Unterstützer wie beispielsweise den Katastrophenschutz.

00:18:35: der muss sich auch überall Gedanken machen.

00:18:37: wir zb im Massenanfall von Verletzten abarbeitet und da ist die psychosoziale Unterstützung und auch die Krisenintervention ein wichtiger Baustein.

00:18:46: Es gibt aber auch viele weitere Unterstützer die alle in dem Papier genannt sind und diese sind krankenhausspezifisch teilweise sogar unterschiedlich Und die muss man als allererstes einmal zusammenholen vor allen Dingen auch damit häufig Parallelaktivitäten, die sich gegenseitig nur ausbremsen oder auch in Konkurrenz zueinanderstehen können mit man die vermeidet.

00:19:05: Sondern dass man frühzeitig gleich die Leute ins Boot holt um in die gleiche Richtung gemeinsam zu plicken das halte ich für ganz ganz wichtig.

00:19:14: Du sagst der Riese gerade Katastrophenschutz aktuell sind wir ja gerade in der Aufnahme und ich habe heute Morgen noch die Die Nachrichten gelesen.

00:19:20: wir sind ja schon auch ein Podcast für den Dachraum.

00:19:23: Uns hört man in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gerade heute Morgen habe ich gelesen das in der Schweiz bei einem Festival gab es eine Schießerei Und da sind durchaus mehrere Personen davon betroffen und das macht ihr auch denn wieder was mit einer Klinik vor Ort mit dem Spital und Da braucht's dann auch wieder solche Strukturen und die Zusammenarbeit auch mit der Präklinik wie du Gerade schon gesagt hast.

00:19:45: also ist passiert im Alltag ist passiert unter dem Jahr und es ist heute Nacht tatsächlich auch in der Schweiz passiert.

00:19:52: Wenn jetzt eine Klinik sagt, Theresa wir möchten KKI klinische Krisenintervention bei uns aufbauen aber wir wissen nicht so genau so recht wie wir anfangen sollen.

00:20:02: was werden so?

00:20:03: dein erster Schritt oder was würdest du empfehlen wo man starten könnte?

00:20:08: Ich glaube tatsächlich, der allererste Schritt ist sich darüber Gedanken zu machen, wovon man eigentlich spricht.

00:20:13: Denn wir sind hier so ein bisschen, sagt mal, der Club der Eingeweiten.

00:20:16: Wir meinen, wir wissen alle, wofür wir sprechen und ich glaube sogar dass wir eine gemeinsame Vorstellung davon haben.

00:20:23: Ich denke wenn sich in der Klinik Leute zusammenfinden die irgendwas mit Krise machen wollen sag' ich mal so dann wissen sie noch lange nicht ob die überhaupt über das Gleiche sprechen.

00:20:32: Deswegen würde ich jetzt zum Beispiel auch weniger an der Begrifflichkeit hängen wie die Leute das da nun nennen.

00:20:38: Die müssen das nicht klinische Krisenintervention nennen, um das jetzt für An- und Zugehörige zuzuschneiden.

00:20:43: Und psychosoziale Unterstützung fürs Personal – wichtig ist aber, dass sie vom gleichen reden!

00:20:49: Also wenn es braucht unbedingt ein gemeinsames Verständnis, für welche Situation soll das was da geschaffen wird verfügbar sein?

00:20:59: Ich nenne es mal ein Stichwort, zum Beispiel intoxikierte Patienten in der Notaufnahme sind im Prinzip aus meiner fachlichen Perspektive kein Interventionsfeld für die klinische Krisenintervention.

00:21:10: Denn hier gibt's eine ganz klare Zuordnung zum psychiatrischen Versorgung und so funktioniert sie an der Präklinik auch.

00:21:16: In der Prädklinie gibt's klare Indikationen, die sind ja durch das Rahmencurriculum mehr oder weniger vorgegeben was in welchen Situationen getan wird wo zum Beispiel auch abgegeben wird an andere Versorger.

00:21:28: Und darüber müsste man sich wirklich zu aller, allererst verständigen.

00:21:32: Sind wir wieder bei den Stakeholders?

00:21:33: Die müssen alle im Boot sein!

00:21:35: Das ist extrem wichtig so.

00:21:37: aber dann ist man noch lange nicht dabei dass jemand sich auch darüber Gedanken macht wie das eigentlich finanziert wird.

00:21:43: und wir reden über Finanzierung ganz klar weil wir reden von Situationen die passieren eben nicht nein to five das ist uns vollkommen klar die wir hier sitzen.

00:21:51: ich sehe euch auch nicken oder genau kann mir eure eure Zustimmung lebhaft vorstellen.

00:21:58: Aber das ist etwas, was sich außerhalb der regulären Arbeitszeiten oft abspielt.

00:22:02: und dann brauche ich natürlich irgendwoher das Personal, was in diesen Situationen verfügbar ist.

00:22:07: Und ich brauche natürlich auch ein System, was dem dahinter geschaltet ist, einen Dienstplan, ein Team, eine Leitung – und auch das lässt sich ja sozusagen nicht nebenher abbilden.

00:22:17: Das heißt relativ frühzeitig muss man sich Gedanken machen darüber wie man es finanziert.

00:22:24: Martin, wir haben das ja auch lange Zeit bei der Etablierung bei uns beschäftigt mit den Indikationen für unser Team.

00:22:30: Oder es geht natürlich auch am Schluss um Rollen oder Theresa?

00:22:33: Um Verantwortlichkeiten innerhalb der Klinik.

00:22:35: die müssen irgendwie klar definiert werden.

00:22:38: Du hast die Intoxikation in der Notaufnahme angesprochen wo wir jetzt erst mal nicht zu zuständig sind.

00:22:44: Gibt es irgendwie noch Spezielles?

00:22:46: was würdest du sagen?

00:22:47: gibt's das irgendwie noch Rollen und Verantwortlichkeiten die klar definieren sein müssen in der klinik für Ein klinisches Kriseninterventionsteam.

00:22:55: Komplizierte Frage vielleicht, aber fällt hier noch irgendwas ein wo du sagst das muss schon vorher irgendwie klar sein Rolle Verantwortlichkeit

00:23:04: Da gibt es wirklich total viele Sachen die vorher klar sein müssen.

00:23:07: Die Liste ist sozusagen völlig unerschöpflich so dass ich jetzt nur mal Stichworte nenne.

00:23:11: Es ist zum Beispiel schon die Situation wenn Wir haben jetzt so viele Lagen gehabt in Deutschland, die man als Massenanfall bezeichnen könnte und ja dann den unterschiedlichen Stufen alarmiert werden.

00:23:23: Ich würde sagen, noch vor sieben, acht Jahren hat man gemeint das trifft einen nie und man macht solche Konzepte quasi für irgendwie die Schublade.

00:23:31: Und mittlerweile wissen wir es ist mitnichten der Fall.

00:23:33: Und selbst wenn man hofft dass sowas ein in der eigenen Region niemals trifft, ist die Wahrscheinlichkeit einfach gegeben.

00:23:40: In dieser Situation ist es eben häufig so, dass diese Situation sehr schnell unübersichtlich wird.

00:23:45: Da muss klar sein wer welche Aufgabe hat weil dann auch die reguläre Ansprechstruktur sich ändert.

00:23:51: also ich habe ja nicht mehr dieses angerufen, dass ist da meine Ansprechperson.

00:23:55: Und dann gehe ich dahin und habe einen individuell medizinischen Fall zu versorgen sondern... mehrere Betroffene, ich habe häufig keine Zuordnung zwischen Angehörigen und Patienten weiß also die Namen nicht.

00:24:06: Es gibt sehr viel Sucharbeit sozusagen in dieser Situation und es ist extrem unübersichtlich.

00:24:11: Und nichts ist schlimmer als wenn dann alle, die irgendwie sich mit Psychosozial oder Sehsorge identifizieren loslaufen und jeder macht irgendwas.

00:24:20: Das ist ein ganz praktisches Beispiel wo diese Rollenklarheit extrem wichtig ist und wo sie vor allem auch geübt werden muss.

00:24:26: Es wird sonst nicht in der Praxis funktionieren wirklich solche Manfübungen durchexerzieren, inklusive auch der Begleitung der An- und Zugehörigen.

00:24:35: Jetzt habe ich nur ein Beispiel genannt – Georg!

00:24:37: Ich könnte aber noch viele weitere, aber ich würde es vielleicht erst mal dabei bestehen lassen.

00:24:41: Weitere Schnittstellen sind wirklich der.

00:24:43: palliativmedizinische Bereich.

00:24:46: Also ich nenne es jetzt nur mal auch, ich sage mal mehr oder weniger willkürlich, ich finde es nämlich einen wichtigen Bereich weil zum Beispiel Palliativ Medizin kann auch in der Notaufnahme stattfinden.

00:24:55: das heißt kommt ein Patient wo entschieden wird dass eine Therapiezehenderung noch in der notaufnahme umgesetzt wird dann ist es nicht automatisch eine Indikation.

00:25:03: für die Krisenintervention habe ich einen super Palli Team vor Ort was diese Situation mit begleitet inklusive der psychosoziale Versorgung von An- und Zugehörigen die Krisenintervention nicht.

00:25:14: Auch wenn das jetzt nachts um drei ist, ja und ich kann dann sozusagen palliativ Medizin rufen aber dass es Klinik spezifisch sehr sehr sehr unterschiedlich.

00:25:23: deswegen muss es halt in der klinik individuell besprochen werden.

00:25:26: und es gibt eben strukturen.

00:25:28: die gibt es an manchen kliniken und struktur die gibtes am manchen Kliniken nicht und das kann eigentlich alle berufsgruppen betreffen die vorhanden oder nicht vorhandensein können.

00:25:39: Ja, und ich glaube auch wenn das gut läuft in einer Klinik dann sind es vielleicht ganz viele Menschen die daran beteiligt sind.

00:25:46: Hältst du es denn für notwendig dass es da aber eine zentrale Verantwortung gibt?

00:25:50: Also so ne Leitungspersonen die eben eine zентrale KKI-Verantwortung übernimmt?

00:25:57: Halte ich für unbedingt erforderlich hat unterschiedliche Gründe.

00:26:02: Das eine ist natürlich diese manikfaltigen Schnittstellen die es im Krankenhaus gibt gut abzustecken.

00:26:10: Das ist eine fortlaufende Aufgabe, die wird sich nicht von heute auf morgen lösen lassen.

00:26:15: Schnittstelle zum Sozialdienst, Schnittställe gewaltsexualisierte Gewalt... Es gibt so viele Schnittstellen, die werden sich erst im Laufe der Zeit entwickeln und auch hier wieder um eine klare Zuständigkeit zu haben.

00:26:29: Wer macht was?

00:26:29: Und wer macht was nicht?

00:26:31: Das kann ein Team das in einer Klinik entsteht nur entwickeln.

00:26:35: Wenn ich jetzt Vorstand wäre, würde ich sagen wenn ich mich selber so reden höre.

00:26:40: Frau Deffener, das brauchen wir hier alles gar nicht.

00:26:42: Wir haben ja schon diesen und das und jenes.

00:26:43: was wollen sie eigentlich?

00:26:45: Und es ist glaube ich eine große Herausforderung deutlich zu machen dass selbst an Kliniken wo viel in Anführungsstrichen vorhanden scheint Es ganz ganz ganz eklatante Lücken gibt.

00:26:56: und das zeigt zum Beispiel die Publikation aus Bonn Die er dort als klinisches Kriseninterventionsteam an einer Uniklinik mit Sicherheit auch über viele Strukturen verfügen und aber über acht hundert Fälle in zehn Jahren begleitet haben.

00:27:09: Und hier finde ich es extrem wichtig, auf die Expertise des Personals auf den Stationen, die die Krisenintervention anfordern wirklich zu vertrauen.

00:27:19: Die rufen sie doch nicht ohne Grund und das ist etwas was – das hört man vielleicht auch meiner Stimme an – was tatsächlich für mich sehr schwer verständlich ist dass man die Validierung durch die Praxis, die passiert dadurch, dass Personal diese Struktur nutzt, dass dies so wenig gilt

00:27:37: Das stimmt.

00:27:39: Da war das Thema Manf angesprochen, Massenanfall von Verletzten.

00:27:43: Das ist im Grund schon die große Krise oder die große Katastrophe, die uns erreichen könnte.

00:27:48: Aber passiert immer wieder eben mal?

00:27:50: Wir hatten gedacht du hast gesagt, es ist eine Frage, die ich nochmal aufgreife, oder?

00:27:56: machen irgendwas für die Schublade Fragezeichen, Konzepte oder Papiere.

00:28:01: Wie könnte man verhindern?

00:28:04: Dass KKI jetzt erst mal kleingedacht oder KKI am Ende lediglich so ein zusätzliches Projekt wird, das neben dem normalen Klinikalltag läuft.

00:28:14: Martin wir sind ja auch noch ein junges Projekt muss ich sagen bei uns hier lokal.

00:28:18: also wir sind seit drei Jahren am Start so richtig mit einem Projekt und Zeit Martin, ich helf mir kurz seit eineinhalb Jahren.

00:28:25: Wir sind so live.

00:28:26: also das heißt wir sind da auch noch mittendrin Theresa aber würdest du sagen aus seiner Erfahrung jetzt hey bro jacked Das passt für uns und nicht für die Schublade sondern es ist live im Alltag integriert.

00:28:38: Also für die fünf Jahre die ich in jener die Krisenintervention aufgebaut und geleitet habe kann ich sagen auf jeden Fall Ich denke, es ist dabei wichtig auch die Strukturen, die nicht in der klinischen Versorgung sind.

00:28:52: Die hatte ich jetzt vorhin genannt als Stakeholder.

00:28:55: Wir brauchen aber auch weitere Stakeholder, die in dem Bereich Klinikverwaltung so würde ich das mal nennen sind.

00:29:00: Und ich glaube bei dort werden die Konzepte ja auch teilweise gemacht.

00:29:03: also die Arbeitsmedizin des betriebliche Gesundheitsmanagement, die Personalentwicklung, auch die Pflegedirektion und die ärztliche Direktion machen sich alle Gedanken über das Krankenhaus haben auch alle Aufgaben, die teilweise durch Gesetze hinterlegt sind und sie verpflichten bestimmte Strukturen aufzubauen.

00:29:21: In diese Gedanken muss dieses Thema klinische Krisenintervention auch integriert sein, damit es nicht ein Projekt in Anführungsstrichen unter vielen ist.

00:29:31: Das ist glaube ich ganz wichtig so dass idealerweise wirklich wie so einen Puzzle entsteht.

00:29:36: und man muss auch sagen dieses Puzzles sollte ja auch Präventionsbereiche in den Blick nehmen.

00:29:40: also egal ob man das jetzt unterteilt nach primär sekundär tertia oder auch sozusagen die Prävenzons Bereiche jetzt nach der WHO was ist eigentlich eine indizierte Prävention für bestimmte Gruppen, die man vorhalten sollte unterteilt.

00:29:54: Man muss sich über eine gewisse Systematik Gedanken machen und das könnte zum Beispiel auch die Leitung der klinischen Krisenintervention machen weil sie sieht hier ist unser Baustein verortet und das decken wir ab und es deckt kein anderer ab.

00:30:09: Ist ja sekundär präventiv.

00:30:10: um jetzt vielleicht mal in den Begrifflichkeiten zu bleiben, die ich gerade schon verwendet habe und da wird eben sehr schnell deutlich dass andere Systeme vielleicht begriffen werden als ja die machen das doch auch, dass die es gar nicht adressieren.

00:30:24: Weil sie zum Beispiel nicht vierundzwanzig Sieben verfügbar sind und häufig nur mit einer großen zeitlichen Latenz verfügmal sind und aufgesucht werden müssen.

00:30:33: Das ist ja gleichzeitig auch noch ein Element der Krisenintervention was ich in der Definition Eingangs gar nicht erwähnt habe.

00:30:39: Das is eine Struktur die kommt zu den Betroffenen Und das ist ja noch einen Unterschied ob ich selber die Struktur aufsuchen muss oder ob sie zu mir kommt.

00:30:49: Genau, das umreißt es vielleicht.

00:30:50: Was ich meine mit Integration?

00:30:53: Um vielleicht nicht ein Projekt unter vielen zu sein, sondern dass eine Abstimmung braucht im gesamten Krankenhaus.

00:30:59: Noch mal guter Hinweis.

00:31:00: Im nächsten Teil würden wir von der Idee zur gelebten Struktur kommen.

00:31:03: Das wäre so unsere Idee.

00:31:05: und jetzt habe ich dreimal Idee gesagt.

00:31:07: Und eine Sache ist quasi so eine formale Einführung eines Systems.

00:31:11: Wir haben uns gerade beschrieben Das andere ist, wie im Alltag tatsächlich funktioniert.

00:31:16: Und was ist aus deiner Sicht?

00:31:17: Was würdest du sagen vielleicht so ... Aus seiner Sicht die häufigsten Stolpersteine bei der Implementierung.

00:31:24: gibt es da irgendwas, wo man sagt das wäre ein Tipp für alle, die sich auch den Weg machen wollen.

00:31:30: Keines Stakeholder verkraulen würde ich sagen!

00:31:34: Weil es erfordert häufig sehr viel Diplomatin.

00:31:37: Es ist ein bisschen so, man weiß selber, man hat eine gute Idee im Sinn.

00:31:41: also ich denke das lässt sich auch auf andere Krankenhäuser übertragen.

00:31:45: Man merkt den Bedarf.

00:31:46: Vor allen Dingen merkt man ihn ja häufig deshalb, wenn man selber so wahnsinnig viel angerufen wird auch von anderen Abteilungen.

00:31:52: Das heißt, man hat sozusagen schon zu selbst eine gewisse Drucksituation und merkt hier ist ein Bedarf.

00:31:57: Und jetzt hat man vielleicht die innere Erwartungshaltung das sozusagen alle anderen Juhu schreien und sagen es schön dass sie sagten und jetzt setzen wir das um.

00:32:05: Und tatsächlich passiert ja häufig erstmal das Gegenteil, dass wenn man mit einer neuen Idee kommt, dass Gegenbewegungen, Abwehrhaltung Widerstände kommen Und damit muss man einfach rechnen und das Einkalkulieren.

00:32:15: Und dass gleich mit in die Anfangsdiplomatie aufnehmen, dass man also wirklich sich das als Aufgabe macht proaktiv für das System zu werben.

00:32:25: Ich sage mal ganz pragmatisch nicht traurig zu sein wenn ich das alle gleich unterstützen und auch alleine loszulaufen und sich nicht notwendige Entscheider dazu zu holen frühzeitig.

00:32:38: Das halte ich für einen Fehler den man vermeiden kann.

00:32:42: keiner muss so was alleine implementieren.

00:32:44: Gleichzeitig ist aber auch der Umkehrgedanke, ich sehe hier zwar die Notwendigkeit, ich fühle mich aber nicht zuständig vielleicht auch nicht die richtige Konsequenz daraus sondern ich glaube solche Systeme entstehen genau deshalb an Kliniken weil vor allen Dingen das Personal den Bedarf meldet.

00:33:01: Das heißt dass mindestens was jeder machen kann ist diesen Bedarf zu melden.

00:33:08: Die Erfahrung Georg, die haben wir schon auch gemacht.

00:33:10: Dass es ganz wichtig ist, beteiligte Strukturen mitzunehmen und das gemeinsam zu machen, ob jetzt klinisch oder präklinisch da einfach vernetzt zu denken.

00:33:19: Wenn's

00:33:20: denn nicht

00:33:20: funktioniert, Theresa was denkst du denn?

00:33:22: Woran scheiterts

00:33:23: denn

00:33:23: deine Erfahrungen nach eventuell am häufigsten?

00:33:28: an der fehlenden Bereitschaft, die finanzielle und strukturelle Investitionen zu tätigen Und das finde ich auch ganz wichtig.

00:33:38: Das liegt nicht in der Verantwortung dieser engagierten Personen, die sich das Konzept ausdenken und alle Stakeholder so wie gerade besprochen mitnehmen, fünf Vorstandsvorlagen machen und immer wieder scheitern sondern es ist am Ende eine Frage der Bereitschaft diese unterm Strich extrem bescheidenen Mittel zu investieren.

00:34:00: Das ist aus meiner Sicht der häufigsten Punkt woran das Scheitern wird.

00:34:04: Wir reden hier nicht von einer refinanzierten Struktur.

00:34:07: Uns ist das allen klar, wir wissen das.

00:34:09: Viele vielleicht die Zuhören wissen es nicht.

00:34:12: Wir können nicht den OPS-Code aufschlagen oder sonstige Strukturvorgaben oder irgendetwas was uns verpflichtet an Krankenhäusern diese Struktur vorzuhalten.

00:34:22: und das was wir in der Präklinik haben bezieht sich auf die präklynische Struktur und ist außerdem ein Ehrenamt plädiere fachlich dafür, in Kliniken keine Ehrenämter einzuführen.

00:34:35: Sondern diese Struktur von vornherein so zu denken dass Menschen mindestens und jetzt kommen wir mal auf das ganz praktische wovon überhaupt Vorauskosten resultieren Rufdienste zu bezahlen also den Hintergrund sozusagen dass jemand am Telefon wartet zu vergüten und es sind geringe Summen das wisst ihr die Aktivzeit zu vergüten Und dann noch gewisse Zeiten, die das Team braucht für Supervision, Fallbesprechung und Fortbildung.

00:35:01: Das ist häufig ein kleiner Anteil für die Teamleitungsfunktion.

00:35:06: Wir reden hier wirklich nicht von großen Summen und deswegen fasse ich das auch ganz pragmatisch als Entscheidung eines Krankenhauses zusammen.

00:35:13: Mir ist auch bewusst, dass nicht jedes Krankenhaus diese Entscheidung freitreffen kann unter dem wirtschaftlichen Druck, unter dem sie sich befinden.

00:35:20: Schauen wir nun mal in dem Bereich der wenigen Krankenhäuser, die maximal Versorger sind oder Universitätskliniker.

00:35:26: In diesem Bereich ist aufgrund der Häufigkeit dieser Situation es aus meiner Sicht fachlich einfach geboten.

00:35:34: Martin und ich verweisen ab und zu schon auch auf Strammets und andere wo es schon auch um das Thema geht.

00:35:41: schon allein die Vorhaltung einer KKI-Struktur jetzt auf der Mitarbeitenden Perspektive entlastet schon Mal viel, oder?

00:35:48: Und das ist glaube auch schon mal wichtig anzusehen.

00:35:51: Das Podcast für den Dachraum haben wir vorher gesagt und wir erleben schon in allen drei Ländern, so im deutschsprachen Raum, schon sehr eine Zunahme von Druck im System oder?

00:36:03: Also egal wo kommt in allen three-Ländern jetzt so ein Stichwort sei nur für Deutschland kompliziertes Wort GKV Beitragssatzstabilisierungsgesetz.

00:36:13: das machen wir nicht auf das Thema aber es ist Dynamik im System.

00:36:17: Und trotzdem arbeitet jeder in seiner eigenen Bubble, einen Klinik vor Ort und versucht da das Beste zu machen.

00:36:25: Welche Rolle spielen dabei denn auch Kulturführung und Haltung?

00:36:29: Was würdest du sagen innerhalb von so einem Krankenhaus?

00:36:33: Eine sehr große Rolle!

00:36:34: Denn ich hatte eben schon gesagt es geht um eine Entscheidung.

00:36:39: Und unter den gegebenen Umständen, die wie ihr ja selber schon gesagt habt sich gerade sehr dynamisch entwickeln ist ganz klar dass wenn das Krankenhaus nicht in Gänze geschlossen werden muss.

00:36:53: Dass es darum geht das Personal so gut wie es geht in diesem Krankenhaus zu halten um eine hochwertige Versorgung anbieten zu können.

00:37:05: und unter diesem Aspekt kommt eben die Führung als ganz wichtiges Element zum Tragen.

00:37:11: Es ist mittlerweile glücklicherweise bekannt, dass sich Krankenhauspersonal nicht ausschließlich und überhaupt am wenigsten durch monetäre Anreize im Krankenhaus halten lässt sondern das elementete Führungskultur, Psychosocial Safety Climate und diese Aspekte die für das Personal wichtig sind um sich zu entscheiden.

00:37:32: glaube ich an diesem Krankenhaus oder gehe ich an ein anderes?

00:37:35: denn selbst wenn Krankenhäuser schließen wird es immer noch diesen Gap geben, dass Krankenhäuser werben müssen um qualifiziertes Fachpersonal.

00:37:45: Und in diesem Gesamtzusammenhang würde ich auch die Entscheidung für Vorstände gerne sehen, denn ganz konkret runtergebrochen bezogen auf das Personal wie ihr schon gesagt habt ist es einerseits entlastend zu wissen, dass ich selber über diese Struktur verfügen kann also wenn Personals selber Unterstützung bekommen kann in den Situationen, die sie als herausragend belastend erleben beginnend von den Auszubildenden über die neu einzurarbeitenden in den Kliniken, über die langjährig erfahrenen und auch über die, die man sonst verliert.

00:38:18: Weil sie verzweifeln an dem Beruf!

00:38:21: Also dass wir dafür Struktur vorhalten müssen und bezogen auf Patienten und Angehörige ist es auch ein Argument wieder über das Personal Denn das Personal ist entlastet.

00:38:33: deswegen rufen Sie ja die Krisenintervention.

00:38:36: Das Personal ist entlastet, wenn sechs, sieben, acht Stunden jemand neben den Angehörigen sitzt und für die da sein können – weil das Personal kann es!

00:38:45: häufig aus zeitlichen Gründen nicht und diese Situation wird sich meines Erachtens nicht ändern.

00:38:51: Es ist aber eben nicht nur eine zeitliche Situation, das finde ich ganz wichtig darauf hinzuweisen.

00:38:55: es gibt einfach auch Situationen in der psychosozialen Versorgung die sprengen auch aus anderen Gründen die Kapazitätskänzen des Personals sei es aufgrund von fehlendem Fachwissen wenn es um die Begleitung bestimmter Personengruppe geht Wenn es um überleitungen geht in Nachsorge oder auch um die Durchführung vom Psychosozialer nach Sorge oder sei es auch aufgrund von emotionalen Grenzen.

00:39:19: Und alle sind legitim, sodass ich das zusammenfassen kann als es ist sozusagen ein positiver Standortfaktor wenn man den Bereich der Krisensituation selbst wenn sie selten auftreten mitdenkt weil das sind die Ereignisse über die spricht das Personal noch in einem Jahr was in dieser Situation war.

00:39:39: Suizid eines Patienten ist ein klassisches Beispiel kann überall passieren.

00:39:43: Wenn da keine Strukturen vorherrschen, wirkt sich das definitiv auf die, ich sag es mal allgemein Erinnerung des Personals hinsichtlich dieses Ereignisses aus.

00:39:52: Und es macht einen großen Unterschied wenn man weiß.

00:39:55: mir wurde etwas angeboten Die verstorbene Person konnte wurde voll verabschiedet werden.

00:40:00: die Angehörigen haben obwohl es nach zum zwei war eine Unterstützung zur Seite gestellt bekommen.

00:40:05: Darauf lässt sich das vielleicht ganz pragmatisch zusammenfassen.

00:40:08: Ja, und gerade nochmal zurück zu dem Angebot für Mitarbeitende ist selber.

00:40:14: Das sind die nicht alltäglichen

00:40:16: Krisen, die da belastend wirken,

00:40:17: das sind aber vielleicht auch so die Summe der vielen kleinen Alltagskrisen sage ich jetzt mal.

00:40:24: Aber was würde so sagen Theresa?

00:40:26: Wie

00:40:26: schafft man es denn

00:40:27: dass gerade Mitarbeiter zu einem Angebot vielleicht auch ein neues Angebot einfach auch annehmen und nicht vielleicht das Prochal ablehnen mit dem Gedanken, dafür haben wir doch eh keine Zeit.

00:40:39: Und wir machen ja eh schon so

00:40:40: viel.".

00:40:41: Ich glaube wenn das Angebot dafür da sein soll die Mitarbeitenden selbst zu unterstützen dann brauche ich... ...ich muss jetzt wieder im Begriff Stakeholder sagen und überlege aber gerade eine Alternative weil ich meine nicht das gleiche wie vorhin sondern ich rede von den Personen die in den Teams langjährig erfahren, meinungsstark und positiv assoziiert sind.

00:41:05: Die müssen Befürworter des Systems sein, also die brauche ich sozusagen als Multiplikatoren für das Thema Weil die müssen oft das Wissen dann auch in die Teams tragen und ich stehe einen Stellvertretender für, auch wenn sie sich selber an dem System vielleicht nicht beteiligen.

00:41:20: Wenn es jetzt zum Beispiel ein Peersupport-System ist, stehen die aber dafür?

00:41:24: Ich brauche die Führungskräfte, die das authentisch als ein wichtiges Merkmal begreifen und mit dieser Mentalität nur die harten Kommingarten.

00:41:32: Aber du, Arme Wurst brauchst vielleicht psychosoziale Unterstützung und die sollste auch kriegen.

00:41:36: Ja, ist so!

00:41:37: Ich sag's ganz konkret, so darf es eben nicht sein sondern es muss so sein dass man sagt Und du arbeitest hier in dieser Dienstgruppe.

00:41:45: Das heißt, du wirst auch in den Kreisei gerufen.

00:41:47: wir wissen das es dort so ist dass zum Beispiel die Hebammen die verstärbenden Babys dir zum Glück selten sind hervorragend begleiten.

00:41:54: aber wie wissen für dich?

00:41:55: Es ist eine Ausnahmesituation und deswegen wollen wir dass Du auch in dieser Situation Unterstützung hast.

00:42:00: so stelle ich mir das authentisch vor muss von den Führungspersonen authentisch sein und idealerweise sollte das System unter Beteiligung der Person, für die es gemacht ist, geschaffen werden.

00:42:10: Und an diesem Punkt krank das häufig – also es werden!

00:42:13: Häufig aus dem, ich nenne es ja gerne bei einem Turm der Klinikverwaltung.

00:42:18: Dann Systeme geschaffen die mit der Praxis nicht abgestimmt sind und das haben wir leider auch in der Covid-Pandemie gesehen wie diesen ganzen Hotlines, die da entwickelt worden hatten.

00:42:26: überhaupt keine Ahnung die Leute was auf Station passiert.

00:42:28: muss man nicht erwarten dass jemand von station sich dort meldet und dann vielleicht die Beratung bekommt er soll mal einen Schluck Wasser trinken oder eine Pause machen soll also dieses Thema die für die Mitarbeitenden gedacht zu müssen mit den Mitarbeitende entwickelt werden.

00:42:41: Ja, du hattest ein gutes Stichwort genannt.

00:42:43: Die Klinikleitung und eben aber auch die Frage wie überzeugen wir den jemanden der jetzt diese

00:42:48: große Entscheidung vielleicht

00:42:49: auch treffen muss treffen soll?

00:42:50: Und da hören wir ja

00:42:52: nicht selten schon

00:42:53: auch die Antwort hier natürlich real also ein reales Thema Da haben wir kein Geld dafür.

00:42:59: Warum soll man jetzt vielleicht noch zusätzlich Geld für eine strukturausgebende Jahr gar nicht refinanziert ist

00:43:06: Mal eingenommen Du würdest die Aussage so bekommen

00:43:09: was würdest du denn So ganz konkret, ganz kurz darauf antworten.

00:43:13: Als erstes wenn du mich das fragst bei jetzt grad mein Gedankengang müssen wir als Einzelperson den überhaupt überzeugen.

00:43:21: ich würde jetzt im Laufe der Zeit eher sagen dass es wirkungsvoller ist wenn die Strukturen denen sich sonst der Vorstand gegenüber sieht also die Klinikdirektorinnen und Direktoren dem Pflegedirektor die Pflegedirektorin und weitere solche Strukturn dass die dem Bedarf viel besser so markieren können, so benennen können.

00:43:44: Dass Vorstände sich leichter tun diese Entscheidungen zu treffen weil ich kann nur in Anführungsstrichen fachlich argumentieren und da habe ich mir schon oft den Mund fußig argumentiert egal wo.

00:43:56: aber dieser fachliche Argumentation ist ja nicht die entscheidende Und deswegen möchte ich auch noch mal darauf zurückkommen.

00:44:03: Die Vorständen haben da schwierige Entscheidungen zutreffen denn wir haben in Deutschland nur Und das ist ja sehr exorbitant, was wir da auch dafür ausgeben.

00:44:11: Die Finanzierung eines notwendigen und wirtschaftlichen Gesundheitssystems – nicht eines Idealen!

00:44:17: Deswegen kann man es auch nicht verdenken wenn Vorstände sich gegen die Einführung eines solchen Systems entscheiden und dass die fachliche Argumentation gar nicht ausschlaggebend sein kann.

00:44:28: Also kurze Antwort auf deine Frage.

00:44:30: ich glaube es braucht die anderen Personen, die sonst gegenüber der Vorständen sind unbedingt mit dabei?

00:44:35: Man sollte das nicht alleine argumentieren und man sollte die Vorteile, die es für das Krankenhaus hat eben nicht nur aus unserer fachlichen Perspektive denken.

00:44:45: Da war ich viel zu lange glaube ich drinnen gefangen ehrlich gesagt aufgrund der vielen Fälle, die ich nach Donebelaktionen begleitet habe sondern man sollte es eher versuchen vielleicht strategisch zu argumentieren ohne aber die Wirksamkeit zu überschätzen.

00:45:03: Das finde ich super wichtig, also so eine allgemeine Argumentation von Traumaprävention am besten noch mit Krankenkassen ins Boot und dass die Leute hinterher keine Trauma Vollgestörung haben das finde ich schwierig, das seht ihr auch so.

00:45:17: gleichzeitig darf man sozusagen das was es für Personal bedeutet und das könnte man ja evaluieren Das kann man glaube ich gar nicht hoch genug hängen und das kann man eben auch beweisen in Anführungsstrichen, indem man das Personal sozusagen vor- und nach der Einführung einer solchen Struktur befragt.

00:45:34: Und da kann man Beweise liefern!

00:45:35: Man könnte auch erst mal ein Projekt starten, könnte sagen wir lassen es jetzt über zweieinhalb Jahre laufen, kürzer ergibt überhaupt keinen Sinn.

00:45:42: und dann kriegen die das Feedback vom Personal und dann kriegt man nämlich schon die Rückmeldung ob dass auch tauglich ist um mit als Personalbindungsinstrument fungieren zu können.

00:45:51: also so würde ich's vielleicht machen... Aber ich finde es eben auch keine so ganz pragmatische Frage.

00:45:58: Ist richtig und am Schluss geht's ja auch im Kennzahlen, so ganz klassisch, so betriebswirtschaftlich.

00:46:03: Es geht vielleicht auch um Fehlzeiten oder Fluktuation mit arbeitenden Bindungen an so ein Haus.

00:46:08: das sind hier auch noch wichtige Faktoren und wir erleben schon immer gerade bei schwerwiegenderen Ereignissen dass potenziell mehr mitarbeiten, die krank sind nach so einem Fall.

00:46:18: Das ist nur bezogen auf die Abteilung oder auf der Station.

00:46:21: Ich habe jetzt auch keine Zahl im Kopf aber das erleben wir im Alltag schon ganz praktisch und das ist ein wichtiger Faktor.

00:46:28: Ja ich würde gerne noch einen Punkt hinzufügen weil wir waren oft auf einer argumentativen und technischen Ebene.

00:46:35: Das Personal ist quasi Indikator dafür was wir für menschlich halten in so eine Versorgungssituation.

00:46:43: Ich finde, wenn das Personal meint, hier braucht es eine Begleitung für die Betroffenen.

00:46:48: Die sie ja immer gerne ablehnen können.

00:46:50: Dann bedeutet das, die wissen was ein humanitäres Verhalten in der Situation ist und mich ärgert es sehr dass wir ein solch humanitären Verhalten uns in der Palliativmedizin ganz selbstverständlich leisten Kernelement begreifen, also dort haben wir ein ganzheitliches Verständnis und da würde kein Mensch darüber diskutieren ob das wirtschaftlich notwendig ist.

00:47:16: Aber diesen Grundgedanken was es bedeutet in den schlimmsten und prägensten Situationen im Leben?

00:47:24: Das Angebot einer Begleitung zu haben oder nicht die einen da so ein Stück mit durchführt dass wir das auf Bereiche des Krankenhauses so willkürlich beschränken, obwohl es überall stattfindet.

00:47:35: Das finde ich nicht verständlich und ich finde es deswegen nochmal ganz extrem wichtig abschließend den Blick auch darauf zu richten.

00:47:42: Das Personal wünscht sich nicht umsonst die Begleitung von bestimmten Situationen also dem Patienten und auch den Angehörigen weil es sie einfach für menschlich geboten hält.

00:47:53: und das werden wir nicht in der Leitlinie abbilden Und das werden wir vielleicht in keinem Sozialgesetzbuch irgendwie wiederfinden, diesen Satz.

00:48:01: Und trotzdem finde ich es wichtig weil es eigentlich ein Commitment in unserer Gesellschaft ist dass man in solchen Situationen Begleitung haben können sollte wenn man sie möchte

00:48:11: Voll.

00:48:12: Und wir können noch ewig hier an diesem Punkt weitersprechen, das ist sehr spannend.

00:48:16: Was sicher auch mal eine Folge wert wäre ... Martin, das müssen wir uns überlegen oder Theresa, du auch.

00:48:21: Es geht natürlich schon um die Generations, die neu in das System kommen und da erleben wir schon auch durchs Thema Menschlichkeit angesprochen.

00:48:29: junge Menschen, die jetzt einsteigen als Pflegende, als Ärzte haben ganz andere Sicht auf dieses Thema.

00:48:35: Und das ist glaube ich noch mal wichtig, oder?

00:48:37: Dass wir da auch einen Fokus hinlegen auf die Kolleginnen und Kollegen, die den neuen System kommen.

00:48:44: Die für sich einstehen und lange im Job bleiben wollen.

00:48:48: Eine ganz andere Perspektive mit Breinbringen, eine aktuelle.

00:48:52: Für sich, die auf sich schauen, das ist wichtig!

00:48:56: Das war uns noch einmal wichtig als Überleitung für den nächsten Part.

00:48:58: Oder Tereser?

00:49:01: Absolut, ich würde sagen es betrifft ja nicht nur das Personal was neu reinkommt sondern wir haben in der Gesellschaft auch ein Schiff hinzu.

00:49:08: Wie geht es mir mental?

00:49:09: Würde ich das mal überschreiben.

00:49:11: und das betriffte natürlich auch Menschen die lebenslimitierende oder lebenskritische Situationen erlebt haben und auch deren Angehörige.

00:49:20: d.h.

00:49:20: der Fokus ist einfach mehr drauf wie seelisch mit Situationen umgegangen wird Und das betrifft halt einfach auch das Krankenhaus, also sozusagen nicht nur das Personal was nur reinkommt sondern auch unsere Patientinnen und Patienten Angehörigen.

00:49:33: Ja wow super spannend Theresa!

00:49:36: Jetzt haben wir schon ganz arg viel über Strukturen, Finanzierungen und

00:49:41: natürlich auch über die

00:49:42: Politik ein Stück weit gesprochen.

00:49:43: Aber einer der Punkte, der mich schon noch interessiert ist so die Frage wer

00:49:47: kann denn so konkret an einem Kriseninterventionsteam mitmachen?

00:49:53: Was sind das für Menschen?

00:49:54: Sind es Menschen aus der Pflege, aus dem ärztlichen Dienst, sind andere Berufsgruppe daran beteiligt?

00:49:59: was würdest du sagen?

00:50:00: Also in der Pre-Klinik ist es ja so, alle Berufsgruppen können beteiligt sein und erst mal gibt es fachlich keinen Grund zu sagen in der Klinik sollte das nicht so sein.

00:50:09: Jetzt haben wir in der klinik allerdings die besondere Situation.

00:50:12: ich habe dort einen Konzentrat von bestimmten Berufsgroupen Und das sind natürlich die Genannten, die du gerade eben schon angesprochen hast.

00:50:20: Ärztinnenärzte und Pflegefachpersonen.

00:50:22: Ich habe aber in größeren Krankenhäusern auch mehrere psychosoziale Berufsgruppen also angefangen beispielsweise von Sozialarbeitenden auch über die Besonders weitergebildeten Pflegepersonen, Palliativkehr beispielsweise auch im psychiatrische.

00:50:39: Pflegefach-Personen haben eine Fachweiterbildung die sie vielleicht besonders prädestiniert mitzuwirken und natürlich auch beispielsweise Psychoinkologinnen und Psychoankologen die es an vielen Krankenhäusern gibt.

00:50:49: Psychotherapeuten also es gibt sozusagen an Krankenhäuser Berufsgruppen die bringen schon mehr mit an Vorwissen um in dem Bereich der Krisenintervention tätig sein zu können, was es aus meiner Sicht logisch macht die auch mitzuintegrieren.

00:51:06: Und vor allen Dingen würde ich aus den Bereichen, die viel Krisen-Intervention anfordern versuchen unbedingt psychosoziale Fachkräfte zu integrieren und natürlich auch die Klinik Seelsorgenden, die im gesamten Krankenhaus tätig sind.

00:51:20: das sichert einfach den Punkt, den ich vorher genannt habe keine Parallelstrukturen genau.

00:51:24: was sollten die Personen mitbringen?

00:51:27: Die brauchen auf jeden Fall noch eine gemeinsame Fortbildung, die ihr Wissen homogenisiert.

00:51:33: Denn sonst werden sie ein sehr unterschiedliches Handlungsverständnis haben – das ist für die Qualität der Krisenintervention schlecht!

00:51:40: Das ist natürlich auch etwas was in der Präklinik ganz standardisiert.

00:51:43: so erfolgt, dass man sich auf Handlungsstandards ja auch durch die Fortbildung gewissermaßen einigt und es ist auch ein Teamprozess.

00:51:51: Das heißt ne gemeinsame fortbildungsänglich unabhängig davon, aus welcher Berufsgruppe die Personen kommen.

00:51:57: Extrem wichtig!

00:51:58: Wenn ich jetzt eine spreche, meine ich eigentlich viele weil es gibt natürlich nicht drum dass sie sich jetzt ein Jahr lang einschließen und dann eine Fortbildung machen sondern es geht eher darum themenspezifisch immer sich auf einen gemeinsames Handlungsverständnis zu einigen.

00:52:12: Beispiel wie der Kreissaal ist für mich immer so Paradebeispiel, wo man aus dem Bereich der Erwachsenenmedizin einfach echt überhaupt kein Plan hat.

00:52:19: Du wirst in die Situation gerufen, Wartesituation geht drum ob das Kind geholt wird und du weißt nicht ab welcher Woche ist der Fötus lebensfähig?

00:52:29: Ja sitze doof da!

00:52:30: Kannst natürlich fragen musst du auch und trotzdem ist es richtig doof wenn du sozusagen diese Grenzwochen ab wann was gemacht werden kann um was gemacht werde muss nicht weißt, weil du kannst auch nicht gut für die Eltern da sein.

00:52:44: Das ist so ein Beispiel was ich vielleicht nennen würde oder wenn du noch nie auf einer Intensivstation vorher warst und nicht weist wie eine Therapiezieländerung dort in der Regel aussieht, wie das Versterben aussieht ,wie auch Patienten optisch verändert sein können dann brauchst du dazu vorher ne Fortbildung denn wir hatten es vorhin schon.

00:53:03: Wir gehen bei der Krisenintervention davon aus dass eine Person kompetent, souverän und handlungsfähig ist um jetzt sozusagen nur mal ein paar Merkmale zu nennen die der Kriseninterventionist so nenne ich ihn mal mitbringen muss.

00:53:17: Einer Person die eine hilfsbedürftige Situation ist und eher handlungsunfähig oder handlungs zumindest temporär oder partiell handlungsundfähig genau dabei wieder zu helfen.

00:53:28: Und das kann die Person natürlich nur, wenn sie selber über die Kompetenz, Souveränität und das Wissen verfügt.

00:53:35: Das muss man sich einfach aneignen.

00:53:36: Das heißt es ist nicht eine Frage der Berufsgruppe sondern es ist eigentlich eine Frage des Prozesses der gemeinsamen Fortbildung.

00:53:44: Das ist auch noch auf unserer Bucketlist, Martin Gerdes, das Thema Qualifizierung und Kompetenzentwicklung.

00:53:50: Und mit so ein bisschen Blick Richtung Finale unseres Podcasts ... Wir haben noch einen Signature-Element eingeplant.

00:53:56: Martin, wir müssen unbedingt mal so Satz-Ergänzung einfügen!

00:54:00: I like it!

00:54:00: Das können wir uns auch einmal überlegen.

00:54:03: aber, Theresa, bevor wir zum Schluss kommen wenn du eine einzige Botschaft hättest zum Thema KKI So die Masterinfo.

00:54:12: Welche wäre das?

00:54:13: Welche könntest du unseren Zuhörerinnen und Zuhäuerern mitgeben?

00:54:15: zum Thema Aktenische Krisenintervention?

00:54:18: Was wäre so dies Wichtigste?

00:54:20: Die ganz klare Bestärkung, wenn ihr denkt, dass braucht es an einem Krankenhaus dann nehmt es in die Hand und lasst euch nicht beirren!

00:54:29: Ja unter Georg sagt

00:54:30: es ja schon

00:54:32: des Signature-Element

00:54:33: Mythos oder Fakt.

00:54:34: auch in der Folge haben wir das einmal zum Schluss noch kurz eingebaut.

00:54:39: Naja, Theresa.

00:54:40: Die Frage geht jetzt an dich.

00:54:42: Was würdest

00:54:42: du denn sagen?

00:54:43: Mythos oder Fakt?

00:54:44: Psychosoziale Unterstützung

00:54:46: im Krankenhaus ist ein Extra- aber kein Grundpfeiler der Versorgung.

00:54:51: Es ist ein Fakt dass es so ist weil es beschreibt die aktuelle Situation.

00:54:59: Wenn wir aber darüber sprechen was ein Grundpfehler im Idealen ist Dann ist psychosoziale Unterstützung natürlich ein ganz essentieller Grundpfeiler.

00:55:10: Und vielleicht kann man es damit vergleichen, es würde kein Mensch... weglassen für die Patienten zu planen, was eigentlich nach dem Krankenhaus passiert.

00:55:19: Also zumindest macht man sich über die Verlegung Gedanken im besten Fall auch noch ein bisschen mehr.

00:55:24: okay es ist auch gesetzlich verankert dass man das muss aber da würde auch kein Mensch drauf kommen, dass man einfach weglassen kann und man setzt die Leute vor die Tür und danach sind sie flut.

00:55:34: und so ähnlich ist es mit der psychosozialen Unterstützung.

00:55:37: auch Die ist nur so viel schlechter sichtbar.

00:55:41: Aber häufig geht es nämlich genau um solche Strukturen, die wir schaffen für die Menschen wichtig sind – wie geht's danach mit mir weiter?

00:55:50: Weil das Krankenhaus ist ja häufig nur der Ort wo das Ereignis passiert.

00:55:55: Beschäftigen tut es aber die Menschen in der Regel ein Leben lang und genau das ist der Punkt wo der Grundpfeil auf psychosoziale Unterstützung ansetzt.

00:56:03: Es hilft den Menschen dabei diese lebenslange Beschäftigung mit dem Thema wenigstens am Anfang zu sortieren, manchmal in eine gute Bahn zu lenken.

00:56:12: Und es hilft ganz oft glaube ich den Blick aufs Krankenhaus zurück so sehen zu können dass da Ärzte waren, Ärztin Pflegefachpersonen und es waren aber auch noch andere Leute da die mir geholfen haben bestmöglich durch diese Situation zu kommen.

00:56:26: Ja ein wunderbares Schlusswort würde ich sagen das trifft es total und ich glaube das erleben wir auch in unserer täglichen Arbeit in unseren Kriseninterventionen sehr häufig, dass eben das sehr dankbar angenommen wird.

00:56:39: Ja Teresa vielen lieben Dank, dass

00:56:40: du heute bei uns warst und uns

00:56:43: unglaublich viel

00:56:44: erzählt

00:56:45: hast

00:56:45: aus deiner Perspektive und aus deine Erfahrung.

00:56:48: ich fand es großartig super super spannend und

00:56:52: nochmal ein herzliches

00:56:53: Dankeschön, dass Du

00:56:54: da warst!

00:56:55: Sehr gern.

00:56:57: Vielleicht zum Abschluss noch eine ganz kurze Frage, Therese.

00:56:59: Du warst jetzt an führender Stelle oder zentraler Stelle in Präsidium im Divi aktiv?

00:57:04: Du bist immer noch Teil aber die Amtszeit läuft aus hast du gesagt.

00:57:08: Ich glaube es ist viel passiert Im Laufe deiner Amts-Zeit bei diesem Thema.

00:57:12: das muss man auch mal sagen und wertschätzen liebe Theresa.

00:57:15: Aber was gibt dir persönlich Hoffnung dass wir psychosoziale Strukturen in unseren Krankenhäusern tatsächlich nachhaltig etablieren können?

00:57:23: Was würdest du sagen?

00:57:25: Eigentlich das Thema, was wir vorhin schon hatten in Teilen.

00:57:28: Also der Druck im System ist die Notwendigkeit gute Strukturen fürs Personal zu schaffen.

00:57:33: kurz zusammengefasst Das zweite, was mir Hoffnung gibt ist die Personen, die ich immer wieder erlebt habe jetzt beispielsweise auch in der Divi, in der Fachgesellschaft und auch die Personen die jetzt nachkommen auf die Führungspositionen.

00:57:48: Also hier ist das Thema Generationenwechsel, was du genannt hattest Georg im positiven Sinne zu sehen dass einfach diese Strukturen als deutlich wichtiger erachtet werden.

00:57:58: und das kann ich abschließend glaube ich so sagen sehr viel Wertschätzung für diese, also natürlich vielleicht auch für meine Person.

00:58:06: Aber ich begreife das ja nicht als für mich sondern für das Thema erlebt in den letzten Jahren und es ist eben wichtig dass Personen für dieses Thema stehen weil auf Stationen oder in Krankenhäusern und das ist vielleicht auch nochmal wichtigen Blick abschließend darauf zu richten wo es diese Struktur nicht gibt wissen die Leute einfach gar nicht, was ihnen fehlt.

00:58:24: Das ist ja das Absurde!

00:58:26: Wohin gehen Krankenhäuser, die diese Strukturen haben, die niemals wieder hergeben wollen würden?

00:58:31: Das ist vielleicht auch noch ganz wichtig zum Schluss.

00:58:34: Ja vielen Dank Theresa.

00:58:35: Lieber Martin danke auch an dich.

00:58:36: ich habe Wertschätzung für euch beide.

00:58:39: Das war eine neue Folge von CareForYou.Team.

00:58:42: Team war uns nochmal sehr wichtig.

00:58:44: Passt gut auf euch auf und ihr seid wichtig.

00:58:52: Georg Johannes Roth und Martin Schneerzauer.

00:58:56: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonnier den Podcast und teile

00:59:00: ihn!

00:59:01: Wenn du Fragen

00:59:02: hast oder Themen über die wir sprechen sollten, dann schreib uns per Mail an podcastatcareforyou.team Oder ganz einfach über die Kommentare.

00:59:13: Und denk dran Du musst nicht immer stark sein Aber du darfst lernen gut für dich zu sorgen.

00:59:20: Wir hören uns in der nächsten Folge.

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